Dezember // Jahresrückblick 2017

„Keiner kommt von einer Reise so zurück, wie er weggefahren ist.“ ~ Graham Greene

Als ich Anfang April letzten Jahres mit Sack und Pack nach Frankreich gefahren bin, ahnte ich noch nicht, was auf mich zukommen würde. Ich fuhr in einem ziemlich desolaten Zustand,  und mit vielen Gedanken und Gefühlen im Gepäck los ins Ungewisse in der Hoffnung, dort etwas zur Ruhe zu kommen – absolute Fehlanzeige. Ich kam nicht nur vom Regen in die Traufe, sondern von einer Misere in die nächste.

abstracta-cultura.de // Heike Zanini

 

Als ich im Juli nach weiteren 3 heftigen Monaten zurück nach Deutschland kam, ging die eigentliche Arbeit erst richtig los…die Trennung, vor allem die Beziehung verarbeiten, mich wieder aufstellen, mich überhaupt wieder in meinem Leben zurechtfinden und Stück für Stück feststellen, was ich da die letzten Jahre überhaupt gelebt hatte.

Ich verlor nicht nur alle Hoffnungen, sondern vor allem sehr viele Illusionen. Anfang diesen Jahres verstarb mein Vater; meine alten Tiere habe ich im Abstand von 1,5 Jahren verloren.

Es gab Verluste, aber es gab auch viel Neues, Schönes und Spannendes, was mein Leben sehr bereichert und bewegt und viele Impulse gesetzt hat .

Vor allem durfte ich sehr viel lernen, und lernen ist für mich immer schon mit das Wichtigste in meinem Leben gewesen.

Die wichtigsten Lektionen gibt uns immer das Leben selbst…und oft die z.T. harten Erkenntnisse, daß wir uns in Menschen massiv getäuscht haben. Die Gründe sind so vielfältig, wie Menschen es nun mal sind. Aber wir bekommen immer die Chance, daran zu wachsen – wenn wir es wollen.

Wenn ich zurückblicke auf meine Reise nach Frankreich, so kann ich heute sagen, daß ich es immer wieder tun würde: mich in diese Ungewissheit begeben, um zu lernen. Um zu erfahren, zu was Menschen fähig sind – im Positiven, wie im Negativen. Was nicht heißt, daß ich gewisse Menschen noch in meinem Leben brauchen würde ;). Aber zu dem Zeitpunkt und in dem Jahr danach habe ich diese Erfahrungen gebraucht um wach zu werden. Um nicht mehr immer nur „das Gute“ in Menschen zu sehen, ihnen fast blind zu vertrauen.

Heute weiß ich mehr denn je: Vertrauen erwächst nicht in Blindheit, sondern im Hinfühlen, im Abwarten und im sehr genauen langen Beobachten. Vor allem aber darin, die eigenen Werte nicht zugunsten anderer zu verraten, die von Anfang an nichts Gutes im Schilde führen.

Ich durfte lernen, daß es Menschen gibt, die Verschlagenheit, Verlogenheit und Manipulation, Lügen und das Beschmeissen ihres eigenen Drecks auf andere zu ihrem Lebenskonzept gemacht haben. Und daß solche Menschen in meinem Leben ganz sicher keinen Millimeter mehr Platz bekommen.

So, wie ich losgefahren bin, bin ich längst nicht mehr; die Arbeit im eigenen Inneren hat mich sehr geklärt und reifen lassen. Die Verluste und Desillusionierungen haben mich gelehrt, daß ich im Grunde nichts zu verlieren habe außer dem Wichtigsten: mich selbst, meine Integrität und meine Werte, wenn ich das nochmal zulassen würde.

So haben mir einige Menschen einen wirklichen Bärendienst erwiesen und dafür sage ich von Herzen *danke* :).

Das neue Jahr steht vor der Haustür, und ich freue mich darauf! Saturn, meine geliebte Spaßbremse, wird sich nun nach so langen Monaten aus meinem Zeichen des Schützen verabschieden und gibt den Weg in etwas Neues frei, das sich auf meinen Erfahrungen aufbauen kann.

abstracta-cultura.de // Heike Zanini

 

Was auch immer Du in diesem Jahr erlebt hast – es wird Dich nach vorne bringen, wenn Du an Dir arbeiten willst. Das ist das Geschenk, das ein jeder – und ich kenne niemanden, an dem 2017 spurlos vorüber gegangen ist – in Empfang nehmen kann und darf, ja sogar sollte!

In diesem Sinn wünsche ich all meinen Leserinnen und Lesern einen guten Jahresabschlus im letzten Monat dieses Jahres, eine gesegnete Weihnacht und ein gutes Ankommen im neuen Jahr 2018.

Be blessed,

Mahamati

 

 

 

2 Antworten auf „Dezember // Jahresrückblick 2017&8220;

  1. Maria

    Ich hoffe, dass mit dem Saturn aus dem Zeichen des Schützen gilt auch für mich ;). Ich wünsche uns Schützen viel gute, freundliche Erfahrungen im neuen Jahr…das hätten wir doch mal verdient :). LG

    1. Mahamati

      Liebe Maria,

      ich danke Dir für Deinen schönen Kommentar :). Die Schützen sind doch Berufs-Optimisten – der Saturn hält uns nur manchmal oder auch länger in der lehrreichen Zeit des Dranbleibens an bisweilen zähen Themen ;).

      Alles Liebe Dir von Herzen!

Schreibe einen Kommentar