Hyänen und Wölfe – die Unterschiede

Hyänen und Wölfe – zwei sehr unterschiedliche Säugetiere, und den meisten werden Wölfe sympathischer sein als Hyänen.

Im Wolfsrudel ist das Alpha-Paar der Anführer und gleichberechtigt; in Hyänen-Rudeln dominieren die Weibchen über die männlichen Tiere.

Nach langen Beobachtungen und sehr unterschiedlichen Erfahrungen – gerade mit Frauen, aber auch mit nicht integren Männern – bin ich zu dem für mich stimmigen Schluss gekommen, daß es im Grunde nur zwei Typen gibt:

  • die Wölfin und
  • die Hyäne

Was macht also eine „Wölfin“ aus?

Für mich sind Frauen, die den Weg der Wölfin gehen, immer starke und selbst-bewusste Frauen.

Eine Wölfin weiß um ihren Platz in ihrem Rudel, lebt diese Aufgabe. Sie ist integer und nimmt diese Position ein – egal, ob im Beruf, in der Familie oder im Freundeskreis.

Sie vertraut ihren Instinkten und lässt sich kein X für ein U vormachen.

Sie lebt meist im Jahres-Verlauf und hält sich an gewisse Rhythmen.

Die Wölfin kann sehr autark sein, aber auch im Rudel ist sie teamfähig.

Die Wölfin ist, wenn sie Mutter ist, eine Mutter, die ihre Kinder früh zur Selbstständigkeit erzieht und dennoch immer im Hintergrund als Mutter da ist. Eine Wölfin verlässt ihr Rudel nicht, sondern nimmt ihre Aufgabe kraftvoll und verantwortungsbewusst an.

Wölfinnen „brauchen“ keinen Mann an ihrer Seite; wenn es aber einen in ihrem Leben gibt, dann sollte er ein „Alpha-Wolf“ sein.

Wölfinnen wissen nicht nur ganz genau, was sie nicht mehr wollen, sondern auch, was sie in ihrem Leben brauchen, um gut in ihrer Energie zu sein.

Es gibt Wölfinnen, die sind erst über den mehrfachen Kontakt mit Hyänen dahin gekommen, überhaupt zu erkennen, daß sie Wölfinnen sind.

Wölfinnen kennen keine Konkurrenz- und Machtkämpfe – schon gar nicht unter ihresgleichen. Wölfinnen unterstützen sich gegenseitig, nehmen sich auf Augenhöhe wahr und sind in ihrem Rudel (unter anderen Wölfinnen) gleichberechtigt.

Wölfinnen kennen ihre Stärken und Schwächen und arbeiten daran. Sie sind immer gewillt, das Beste aus sich und anderen herauszuholen – je nachdem, in welchem Bereich sie arbeiten.

Wölfinnen haben eine starke Willenskraft, eine bestimmte Dynamik und Ausstrahlung in ihrem Auftreten – und das kann auch eine Sanftheit sein, die aber voller Kraft ist.

Wölfinnen haben einen klaren und offenen Blick; überhaupt sind sie offen im Umgang mit anderen und mehr oder weniger direkt.

Wölfinnen agieren aus einem bestimmten Menschenbild heraus und verlieren sich nicht in Projektionen, weil sie sich hinterfragen.

Wölfinnen kennen ihre Fähigkeiten, Ressourcen, ihre Grenzen, ihre Zumutbarkeiten und wissen, diese auch einzusetzen.

Wölfinnen haben oftmals einen mehr oder weniger heftigen Lebensweg hinter sich – genau wie Hyänen auch. Der feine Unterschied jedoch liegt darin, daß eine Wölfin sich immer weiter entwickeln wird, während die Hyäne das nicht tut.

Wölfinnen sind mehr oder weniger bewusste Anführerinnen, was sie aber nicht unbedingt zeigen müssen. Sie können durchaus auch anderen den Vortritt lassen, verlieren dadurch aber nie ihre eigentliche Führungs-Position.

Wölfinnen sind fast ausnahmslos kluge und weise Frauen. Damit meine ich nicht zwingend einen sehr hohen IQ, sondern eher die Annahme und Umsetzung von Lebensaufgaben, das Voranschreiten statt Stagnation, die Fähigkeit, aus Fehlern zu lernen, das Wissen um sich selbst und die kontinuierliche Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit.

Wölfinnen sind sich selbst genug; sie können gut allein sein, sind aber auch sehr fester Bestandteil ihres „Rudels“.

Wölfinnen sind oft (alltags-)kreative Menschen – egal, was sie tun. Sie werden immer Wege und Möglichkeiten finden, ihres auszudrücken und zu leben, ohne andere zu beeinträchtigen.

Wölfinnen leben eine unterstützende Team-Energie – gerade im Beruf wird oft deutlich, wer „Wölfin“ und wer „Hyäne“ ist.

Es gibt auch Hyänen, die sich als Wölfinnen tarnen, bis sie – oft von einer Wölfin selbst oder einem „Alpha-Wolf“ enttarnt werden. Dann wird auf jeden Fall deutlich, wie Hyänen „ticken“.

Was macht im Gegensatz zur Wölfin eine Hyäne aus?

Hyänen sind meist sehr unsichere, in sich oft wütende bis enorm zornige und/ oder aber nicht in ihrer Weiblichkeit verankerte Frauen.
Hyänen vertrauen eher ihren Projektionen und ihrer Wirkung im Außen als ihrer Intuition. Denn genau die macht ihnen im Grunde Angst, auch wenn sie das Gegenteil behaupten.

Ihre eigene Instinkt-Natur ist weitestgehend abgeschaltet oder wird von ihnen selbst „nicht für voll“ genommen.

Hyänen sind leicht zu manipulieren, da sie sehr weit von sich selbst entfernt und selten selbst-bewusst sind und leben. So manche Hyäne täuscht und manipuliert aber auch selbst gern, um sich nicht mit sich selbst und den eigenen Mankos zum einen befassen zu müssen. Zum anderen gibt es diesen Hyänen eine Art Lebenssinn, sich in Projektion, Manipulation und Täuschung zu ergehen.

Fast alle Hyänen haben Feindbilder – meist andere und je nach eigenen Themen bestimmte Frauen. Entweder sind diese selbst Hyänen oder aber auch gern Wölfinnen, denn hier ist der übertragene Zorn besonders groß.

Diese Feindbilder entstehen irgendwann im Laufe des Lebens einer Hyäne und werden dann unter Umständen lange Jahre und mehr im eigenen Inneren zementiert, ohne daß das sog. Feindbild jemals etwas damit zu tun hatte. Ich kenne zwei Frauen, die ihre Feinbilder in Projektion auf mich an die zwanzig Jahre in ihrem Inneren „pflegen“ und auch nicht davon abzubringen sind. Selbst Gespräche an den Stellen und die Klärung damaliger Situationen hat NICHTS gebracht. Diese Frauen brauchen ihre Feindbilder so sehr wie die Luft zum atmen und leben lieber ihre eigenen Lebenslügen, anstatt zuzugeben, daß sie ihre inneren Dämonen und unerledigten Dinge (meist in bezug auf die Mutter) auf andere projizieren.

Hyänen stellen sich nach außen völlig anders dar, als sie in ihren „stillen Kämmerlein“ sind. Oftmals unterliegen Hyänen Stimmungsschwankungen, Depressionen, Neurosen bis hin zu ausgewachsenen Persönlichkeitsstörungen. Sie leben im Grunde immer noch in ihrer Vergangenheit und merken im günstigsten Fall, wie diese ihr Leben beeinflusst.

Hyänen brauchen andere Hyänen, um zu existieren. Die Rudelbildung unter (menschlichen) Hyänen ist in jedem Fall spannend zu beobachten:

– Schmeiss´einem Hyänen-Rudel ein Stück rohes Fleisch hin, und die Hyänen werden sich schlussendlich gegenseitig weg- oder ineinander verbeißen

Hier liegt auch ein großer Unterschied zwischen Wölfin und Hyäne:
– die Wölfin zeigt Biss
– die Hyäne Bissigkeit

Nur an den beiden Begriffen wird deutlich, wie un-souverän Hyänen sind.

Hyänen brauchen einen Partner. Ohne fühlen sie sich nicht vollständig. Haben sie keinen, suchen sie einen.

Wer sich Beziehungs-Konstellationen von weiblichen Hyänen ansieht, wird ausnahmslos feststellen, daß sie „kleine Jungs“ an ihrer Seite haben, Wahrhaftige und integre Männer werden immer vor einer Hyäne Reißaus nehmen, bzw. sie gar nicht beachten. Der nicht integre Mann hingegen wird sich gern mit einer Hyäne zusammentun, damit er nicht in seine eigene Kraft kommen muss.

Und die Hyäne, die so gern kontrolliert, hat somit alles in ihrem Griff.

Solche Beziehungen können ewig lange halten, ohne daß sich auch nur einer von beiden jemals weiterentwickeln muss, bzw. DARF, denn:

– das ist ja das unausgesprochene Band, die unausgesprochene Botschaft, der unausgesprochene Vertrag zwischen einer Hyäne und ihrem Partner: beide müssen in ihren Rollen bleiben, um die „Mutter-Sohn“-Dynamik erhalten zu können. Schert einer von beiden aus – aus welchem Grund auch immer – bricht das ganze Gerüst zusammen. Entwickelt sich aus der (vermeintlichen) Hyäne dann eine Wölfin (die im Grunde aber schon vorher eine war), die keine Lust mehr auf das Mutter-Sohn-Spiel hat, wird das unweigerlich zur Trennung führen.

Hyänen leben oftmals – bewusst oder unbewusst – von der Energie anderer. Da sie selbst kein eigenes Kraftfeld her- und darstellen können, wie das Wölfinnen von Natur aus gegeben ist, müssen sie ihre Kraft aus anderen Feldern beziehen; gerne natürlich aus den Feldern von Wölfinnen, die sie – mehr oder weniger lange – täuschen können. Oder sie ziehen ihre Energie (gegenseitig) von ihren Partnern, Freunden, Kindern etc.

Hyänen leben meist in einem mehr oder weniger großen Mangel und brauchen daher ebenso mehr oder weniger Kompensation.
Sie fühlen sich schnell angegriffen und teilen daher auch perse direkt aus. Je lauter die Hyäne, umso mehr Angst hat sie, umso mehr fühlt sie sich in ihrem eigenen Mangel erkannt.

Hyänen leben im Grunde immer – ob offen oder unterschwellig – im Konkurrenz- und Kampf-Modus. Wirklich entspannen, wirklich loslassen können sie nicht, da ihr fehlendes Ur-Vertrauen das gar nicht zuläßt. Oftmals merken Hyänen das nicht einmal, bis ihnen unter Umständen z.B. ihr altes und fein z.T. über Jahrzehnte zementiertes Feindbild begegnet oder sie dabei sind, ihren Partner zu verlieren oder eine ihrer Kompensationen, die so lebenswichtig sind.

Hyänen erkennt man vor allem an ihrer Härte, die sie ausstrahlen, aber auch an ihren z.T. sehr pathologischen Verhaltensweisen. Hyänen sind entweder sehr harte Frauen oder sie kommen als „kleine Mädchen“ getarnt daher. Beide Typen sind mehr oder weniger manipulativ und/oder sehr unbewusst mit sich selbst und stark in der Projektion auf andere.

Hyänen agieren oftmals aus dem Hinterhalt. Ich habe selten soviel „falsche Fuffziger“ erlebt wie unter Hyänen.

Die Hyäne will und wird nichts an sich und ihrem Verhalten ändern. Das ist ihre grösste Schwäche. Lieber sucht sie sich neue Hyänen (männlich oder weiblich), das „Rudel-Verhalten“ kennt sie.

Hyänen wären gerne AnführerInnen, können sich auch eine Zeitlang – besonders unter ihresgleichen so verkaufen, aber spätestens in bestimmten Situationen erweisen sie sich als das was sie sind: als Hyänen. Sie können nicht führen, sie wollen bestimmen. Sie wollen kontrollieren um jeden Preis. Von wahrer Führung, wie Wölfinnen das können, haben sie nicht den geringsten Schimmer.

Um andere wirklich führen zu können, muss Mann oder Frau in sich fest und wahrhaftig, freilassend und dennoch Struktur gebend sein.
Eine Hyäne hat keine dieser Eigenschaften, kann ergo auch nicht wirklich führen.

Gerade in Berufsfeldern, in denen viele Frauen arbeiten, werden sich viele Hyänen finden.

Ich habe in diesem Artikel die weibliche Form – also Hyäne und Wölfin – gewählt.
Diese Beschreibungen und Unterschiede gelten aber natürlich auch für Männer mit entsprechenden Verhaltensmustern.

Eine Wölfin, einen Wolf wirst Du immer daran erkennen, daß sie oder er Dir klar und präsent gegenübertritt.
Eine Hyäne – ob männlich oder weiblich – wirst Du spätestens dann erkennen, wenn sich Eure Wege trennen.

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