Männliche Führerschaft

Ein Mann, der in seiner männlichen Führerschaft zuhause ist, geht seinen Weg – ebenso wie die Frau in ihrer weiblichen Führerschaft – der Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Auch er ist unbeirrbar auf diesem Weg.

Männer, die sich in ihrer männlichen Führerschaft befinden, haben ein positives und immer wohlwollendes, authentisches Charisma.

Diese Männer sind ebenfalls klar und bewusst. Sie haben ihre inneren Prozesse der persönlichen Weiterentwicklung durchlaufen und Reife erlangt.

Männer in ihrer männlichen Führerschaft sind sowohl gleichwertige und echte Partner, aber auch der beschützende Teil ihrer Gefährtinnen und ihrer Familie.

Ihre männlichen Qualitäten sind in jeder Hinsicht greif- und händelbar, und sie sind ein positives und initiierendes Vorbild für andere.

Sie definieren sich nicht über Status-Symbole und andere materielle Dinge, „Eroberungen“, „Auszeichnungen“ oder ihren beruflichen Stand.

Als Vorgesetzte sind sie sowohl teamfähig, als auch führungsfähig.

Sie betrachten andere Männer als Verbündete und nicht als Konkurrenten.

Sie sind unbestechlich in jeder Hinsicht und führen weder Manipulationen aus, noch unterliegen sie diesen.

Diese Männer legen Wert auf die Förderung anderer, sie unterstützen andere in deren Sinn und nicht in ihrem eigenen.

Sie sind liebevolle und fürsorgliche Menschen, wissen aber auch um ihre und die Grenzen anderer, wahren diese.

Sie bewegen sich auf möglichst hohem Niveau und haben ihre eigene Dunkelheit hinter sich gelassen.

Sie wissen um alle ihre starken Gefühle und Begierden und setzen sie konstruktiv transformiert ein.

Sie brauchen keine Gurus oder Meister, sondern erarbeiten sich diese Statuten auf verschiedene Arten und Weisen im konstruktiven Sinn.

Diese Männer müssen sich und anderen nichts (mehr) beweisen, sondern leben in Achtsamkeit und Respekt mit sich und anderen.

Männer, die nicht in ihrer männlichen Führerschaft sind, leben – ebenso wie ihr weibliches Pendant – un- bewusst und ebenso in diesen Rastern.

Erkennbar sind sie an folgenden destruktiven Verhaltensweisen:

  • Sie sind unaufrichtig
  • Sie sind meist auf ihren Vorteil bedacht
  • Sie (be-) nutzen andere, um sich Vorteile zu verschaffen
  • Sie haben ein Frauenbild, das eher der Benutzung, als der Liebe zu einer Frau dient
  • Sie haben oftmals einen Mutter-Komplex und/oder einen abwesenden Vater
  • Sie sind von innerer Unruhe getrieben und können nie wirklich ankommen – egal, ob bei sich, in einer Beziehung oder schon gar nicht in einer Familie
  • Sie definieren sich sehr oft über ihren Beruf, ihren Status oder Status-Symbole
  • Sie weigern sich, den Weg der persönlichen Entwicklung zu gehen
  • Sie lehnen alles ab, was nicht in ihren (oftmals sehr engen) Horizont passt
  • Sie sind entweder emotional verhärtet und abgeschottet oder zu soft – eine „gesunde Mitte“ haben sie nicht entwickelt
  • Fürsorge und ein liebevoller Umgang mit sich selbst wird durch Süchte ersetzt; ergo können diese Männer diese Eigenschaften auch nicht im Umgang mit anderen pflegen
  • Die Pflege von wirklichen Freundschaften und zu Familienmitgliedern fällt ihnen schwer bis unmöglich; überhaupt ist ihnen jegliche Verbindlichkeit zuviel
  • Sie tragen ihre Aggressivität entweder offen aus – auch über andere – oder sie unterdrücken sie
  • Sie projizieren ihre eigenen Unfähigkeiten meist auf andere
  • Sie fühlen sich permanent angegriffen – auch, wenn keinerlei Angriff oder eine Anforderung an sie besteht.
  • Sie entziehen sich (bestimmten) Verantwortlichkeiten in ihrem Leben
  • Sie sind meist „Flucht-Tiere“

Männer, die sich nicht mit den Wunden durch ihre beiden Elternteile auseinandergesetzt haben, bleiben ewige „kleine Jungs“. Sie sind auf der dauerhaften Suche nach dem, was ihnen Vater und Mutter nicht geben konnten oder wollten.

Nur in der (therapeutischen) Auseinandersetzung mit diesen elementaren Mankos können diese aufgespürt und bereinigt werden. Nur dann ist der Weg frei zur wirklich männlichen Führerschaft.

Diese erfordert Mut, Ausdauer, Kraft und Präsenz, die Übernahme von Verantwortung. Ich kenne nur sehr wenige Männer, die diesen Weg gegangen sind. Aber die, die ihn gegangen sind, sind wunderbar!

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