Warum wir immer auf unser Bauchgefühl hören sollten

„Um in einer Welt voller Blender und allgemeiner Täuschung das Wesentliche zu erkennen, muss man die Augen schließen und der Stimme der Intuition lauschen.“ ~ Thom Renzie

Was ist das eigentlich, das sog. Bauchgefühl oder die Intuition?

Wir alle kennen es…wir alle kennen Situationen, in denen wir eine sog. innere Eingebung hatten oder haben, die uns vor Menschen, Situationen warnt, uns Entscheidungen quasi „am Verstand vorbei“ abnimmt.

Wir alle kennen das Gefühl, wenn uns eine sog. innere Stimme sagt: „Finger weg!“ oder „Mach´es!“

Und was machen wir in den meisten Fällen? Was macht überhaupt der hauptsächlich verstandesorientierte oder hauptsächlich seinen Trieben und seiner Gier folgende Mensch, wenn er/sie dieses Bauchgefühl überhaupt noch wahrnimmt oder zulässt in sich?

Oft, sehr oder zu oft entscheiden wir uns genau dagegen. Wir entscheiden vom Verstand aus, wir lassen uns von unserem Intellekt mehr leiten als von unserer Intuition, von unserem Bauchgefühl.

Und was ist die Folge (nicht immer, aber sehr oft)? Richtig, wir entscheiden falsch – ob es um die Wahl von Menschen in unserem Leben geht oder um die Wahl eines Job-Angebots. Wir entscheiden nach dem, was wir – sprich unser Intellekt oder auch unser Ego – für „vernünftig“ halten. Wir rationalisieren unsere Bauchgefühle oder unsere Intuition einfach weg, verbieten ihr den Mund, ihre Stimme und gehen in eine andere Richtung.

Manchmal geht das gut, sehr oft aber auch nicht.

Warum folgen die meisten Menschen NICHT ihrem Bauchgefühl, sondern gehen eher den Weg des ach so klugen Verstandes, des ach so – ja! – klugscheisserischen Egos?

Gehen wir zurück in der Entwicklung des Menschen…das kleine Kind hat IMMER einen direkten Zugang zu seinem Bauchgefühl und zu seiner Intuition! Kinder wissen einfach sehr genau, was sich gut anfühlt oder was sich falsch anfühlt. Sie WISSEN es einfach, aber nicht von ihrem Intellekt her, der ja noch gar nicht wirklich ausgebildet ist, sondern von ihrem Bauchgefühl. Sie „denken“ mit dem Herzen, sie handeln danach, sie SIND Herz und Intuition!

Und dann kommen die sog. Erwachsenen daher…Eltern, ältere Geschwister, ErzieherInnen, LehrerInnen, die sog. Gesellschaft…und trainieren diesem ehemals sehr intuitiven Kind genau diese Intuition ab.

„Du spinnst!“, „Du lügst!“, „Du bildest dir das alles nur ein!“ etc.

Wir alle kennen diese Litaneien von unseren Eltern und allen in unserem Leben, die meinten, ja „nur das Beste“ für uns zu wollen und uns für „das Leben stark“ machen zu müssen. Uns der kindlichen „Phantasie und der Träumereien“ zu entreißen, damit wir einen sog. Realitätssinn bekommen.

Kinder lernen also recht früh:

  • ihr Bauchgefühl ist „falsch“ oder gar „schlecht“
  • nur das, was man „anfassen“, sehen, schmecken, riechen etc. kann ist „richtig“, „echt“ und vor allem „wahr“

Kinder geraten also ab einem gewissen Grad von Er-, bzw. VERziehung in eine Art Gewissenskonflikt, wenn nicht sogar bis hin zu einem Glaubenskonflikt.

Sie WISSEN instinktiv ganz genau, daß ihr Bauchgefühl richtig, wahr und „gut“ ist, aber sie wollen folgen, den sog. erwachsenen Vorbildern nacheifern, es ihnen zuliebe „richtig“ machen. Und dann beginnen sie, ihre Intuition, ihr Bauchgefühl weg zu rationalisieren, es im Grunde zu verraten.

Im Laufe der Entwicklung vom Kind zum Jugendlichen treten also so etwas wie Dissoziationen ein:

  • das Kind entfernt sich immer mehr von seiner Intuition, sie wird aus- und weggeblendet

und ab da beginnt das sog. Erwachsenwerden – mit dem in den Seelenkeller eingesperrten Bauchgefühl.

Das sog. Bauchgefühl ist aber nicht weg; es äußert sich immer noch…auch in Form von Bauchschmerzen bis hin zu bestimmten Erkrankungen…wir können das Bauchgefühl nicht einfach vom Verstand „wegfressen“ lassen, es wird sich immer einen Weg bahnen, damit wir es dennoch hören

Kinder nicht in ihrem Bauchgefühl, ihrer Intuition zu unterstützen und diese stattdessen weg zu rationalisieren, ihm sogar Sanktionen jeglicher Art anzudrohen, falls es nicht dem intellektuellen Weg folgt, halte ich für eine Form von Kindesmißbrauch, denn die Auswirkungen im späteren Jugend- und Erwachsenenalter – nämlich nur und ausschließlich der Ratio zu folgen – können verheerend sein in unterschiedlichen Bereichen.

Wer nur seinem sog. Verstand und damit seinem Ego folgt, daß immer und ausschließlich RECHT haben will, der/das immer nur „die Erde als eine Scheibe“ betrachtet und nicht die Mehrdimensionalität im Sein lebt, lebt eben genau nicht. Er vegetiert vor sich hin, er findet keine wirkliche Erfüllung, keine wirkliche Freude, vor allem aber liebt dieser Mensch nicht. Er kann ja gar nicht lieben, denn das Ego WILL immer nur, lieben kann es nicht. Es kann sich nicht hingeben, es folgt auf gar keinem Fall seinem Herzen. Es geht den steinigen Weg des Verstandes und wird – mit zunehmendem Alter – immer härter. Gegen sich selbst und andere. Und je härter dieser Verstandesmensch, dieser Ego-IST wird, umso mehr muss er kompensieren, umso mehr muss er das bekämpfen, was dennoch tief in seinem Innersten schlummert:

  • sein Bauchgefühl und seine Intuition

Dürfen wir uns über die sog. Zeit-Krankheiten wie

  • Depressionen
  • Krebs
  • Suchterkrankungen
  • diverse Persönlichkeitsstörungen
  • etc.

wundern? Ja, es gibt viele sog. wissenschaftliche Begründungen für all diese Krankheiten, und nur genau diese Oberfläche wird dann oft sehr kostenaufwändig und versucht „repariert“…damit der Mensch eben weiter gut für und in dieser Gesellschaft funktioniert. Damit er sich und andere weiter belügen kann…der Verstand wird schon recht haben.

Hat er nicht. Wer wirklich klug und weise ist, folgt immer seinem Bauchgefühl und nimmt seinen Verstand mit. Aber die Intuition sollte immer die erste Stimme in uns sein, die Gehör findet!

Aus meinen Erfahrungen heraus kann ich sagen, daß ich schon sehr früh mit der intellektuellen „Verziehung“ in Berührung kam. Meine Intuition, mein Bauchgefühl war – solange ich denken kann – immer mein innerer Kompass. Ich wusste immer ganz genau:

  • was bekommt mir
  • was bekommt mir nicht
  • wann lügen Menschen
  • wann sagen Menschen die Wahrheit
  • wem kann ich vertrauen
  • wem kann ich nicht vertrauen

Gerade in den letzten Jahren habe ich mein Bauchgefühl extremst verraten. Ich hatte SOFORT ein schlechtes Bauchgefühl zu bestimmten Menschen, wusste: mit denen stimmt was nicht und bin dann darüber hinweggegangen, bis es mir richtig schlecht ging. An dem Punkt war ich dann massiv angreif- und manipulierbar, und genau das ist dann auch geschehen:

  • Verrat, Lügen, Betrug und Übergriffe

und zwar von Menschen, die mir sehr nahestanden.

Noch jetzt im Nachhinein muss ich feststellen, daß es einfach nur ein Segen ist, gewisse Menschen nicht mehr in meinem Leben zu haben, denn sie zeigen heute genau das Verhalten, das ich damals schon geahnt hatte. Sehr lehrreich; es wurde sogar an einigen Stellen noch übertroffen.

Wenn der Deckel bezahlt ist, wird er zerrissen und in den Papierkorb geworfen. So gehe ich mit diesen Erfahrungen um. Mein Bauchgefühl war richtig, ich habe nicht danach gehandelt – Punkt.

Fazit:

  • es gibt Menschen, denen vertraue ich keinen hundertstel Millimeter mehr weit
  • ich habe mit meiner Intuition genau richtig gelegen trotz massivem emotionalen Chaos und Angriffen bestimmter Personen
  • ich kann seit Kindertagen Lügen auf zig Meilen riechen und folge dem nun stringent
  • mein „Haus“ steht nur noch ganz bestimmten Menschen in meinem Leben offen
  • es gibt Personen, deren ganzes Leben aus Lügen und Hintertreibungen anderer zu ihrem Vorteil besteht – daran kann ich nichts ändern, aber ich habe mich geändert an der Stelle von Mitgefühl und Offenheit – es gibt von mir aus weder das Eine, noch das Andere mehr

Das stringente Befolgen meiner Intuition ist für mich wieder das A&O geworden. Das hat mich insbesondere das letzte Jahr gelehrt.

„Unsere Augen glauben an sich selber, unsere Ohren glauben anderen Menschen, unsere Intuition glaubt der Wahrheit.“ ~ unbekannt

 

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