Mindchange März 2019 – warum ich wieder Blog-Artikel schreibe und die tägliche Augenwischerei in den sozialen Netzwerken

Die tägliche Augenwischerei der sozialen Netzwerke und warum ich wieder Blog-Artikel schreibe

Meine Schreib-Auszeit beträgt jetzt fast zwei Jahre.

Meinen ehemaligen Blog unter dieser Webseite „durfte“ ich schliessen, da sich insbesondere eine Person so persönlich von meinen Artikeln angesprochen fühlte, daß ein gerichtlicher Vergleich ihm den „langen Arm“ gab, meine Schreibtätigkeit in Form von Artikeln zum Thema Narzissmuss einzudämmen.

Eine lächerliche Aktion sondergleichen, und ich war diese Erpressung irgendwann leid.

Zumindest hat sich JEDER meiner Artikel im Erleben mehr als bestätigt.

Diese Schreib-Auszeit habe ich für viele andere Prozesse genutzt, die einige Dinge in meinem Leben grundlegend verändert haben.

Seit einiger Zeit stellt sich in mir mal wieder die Frage nach meiner persönlichen Essenz, und das natürlich auch an der Stelle des Schreibens.

Das Schreiben war von jeher meine Stärke, und in der Deutlichkeit, wie sich meine Artikel im Außen reflektierten – positiv oder negativ – ist es nun an der Zeit, meine Schreibtätigkeit wieder stringent aufzunehmen.

„Die Augenwischerei der sozialen Netzwerke“

Tagtäglich und an allen möglichen Stellen. Das dürften die meisten Menschen wissen.

Die Selbstdarstellerei boomt. Die Hetze boomt. Manipulation, Lügen und Falschmeldungen sind an der Tagesordnung.

Wer kann überhaupt noch entscheiden oder prüfen: sind diese Meldungen richtig? Sind die z.T. unterirdischen Kommentare auf bestimmten Seiten im Netz nicht eine einzige Projektion derer, die am Tag nichts anderes zu tun haben, als Schuld und Scham zu verteilen?

Ist es mittlerweile zur Normalität geworden, andere Menschen zu mobben, sie zu verunglimpfen?

Ist es normal geworden, daß ganze Netz-Cliquen sich auf einen Menschen stürzen, ohne ihr eigenes Verhalten, geschweige denn, diese Postings persönlich zu hinterfragen?

Sind Rache-Feldzüge aus gekränkter Eitelkeit, unzufriedener Lebensführung, schlichter bodenloser Langeweile oder sonstigen Störungen im eigenen Inneren normal geworden?

Sind die Konkurrenz-Kämpfe auf verbaler und non-verbaler Ebene bestimmter Berufs-Gruppen oder Branchen normal geworden?

Meines Erachtens nach ja. Und es wird eher schlimmer als besser.

Hinterfragen, sich wirklich persönlich mit sich und seinem Verhalten im Netz auseinanderzusetzen, wenn gewisse Grenzen überschritten werden, ist überflüssig.

Auch ich habe Grenzen überschritten. Aus Unachtsamkeit oder eigenem Gefühl heraus. Und ich reflektiere das und mich direkt.

Auch das ist ein Grund mehr für mich, wieder Artikel zu schreiben, um meinen Gedanken und Gefühlen einen Ausdruck zu geben, ihnen einen Raum zu ermöglichen. Dennoch OHNE andere anzugreifen und eben in meinen Artikeln, nicht in irgendwelchen Kommentarspalten und hinter dem Schützengraben meines Monitors meine Meinung zu äußern.

Das direkte Persönlich-werden ist heute gang und gäbe. Die verbale MP immer im Anschlag, und dem eigenen Lebensfrust möglichst „anonym“ Raum zu gewähren ist im Netz mittlerweile Normalität.

Das klingt alles sehr negativ, oder?

Ist es auch. Und es ist umso schlimmer und negativer, wie sich die Anzahl solcher Meldungen, Kommentare und Postings häuft.

Und es häufen sich die Netz-Cliquen-AnführerInnen, die ihre Aufmerksamkeit aus dem Beifall ihrer „Freunde und Follower“ ziehen. Da wird nichts mehr hinterfragt. Es wird einfach im Kollektiv angeprangert, gehetzt, geteert und gefedert.

Sich im direkten persönlichen Austausch wenigstens zu versuchen, grenzt an einer gewissen Form von „Feigheit“ und Lächerlichkeit.

Schlimm! Und was noch schlimmer ist, daß sich viele Menschen dessen gar nicht bewusst sind.

Sie sind sich der Wirkung solcher negativen Meldungen etc. nicht in bezug auf sich selbst bewusst. Es sei denn, sie agieren genau so manipulativ, um eben diese Wirkungen zu erzielen, um sich selbst besser zu fühlen.

Was können Menschen, die diese Wirkung mitbekommen und das nicht für sich wollen, tun?

Sie können sich den sozialen Netzwerken komplett entziehen, aber ist das die Lösung?

Ich bin der Meinung, daß es wichtiger denn je ist, sich sein Umfeld – gerade online – immer wieder sehr genau anzusehen und dann entsprechend zu agieren.

Ich bin eine große Freundin von aussortieren und entrümpeln, von ausmüllen und entsorgen. Und ja, auch im Bereich Menschen.

Ich muss nicht mit Menschen diskutieren, die im Grunde nur ihre festgefahrene Meinung mit z.T. recht hohem Aggressions-Potential an den Mann oder an die Frau bringen wollen. Diesen Menschen geht es nicht um wirklich konstruktive oder kontroverse Diskussionen, im Gegenteil. Sie gehören zu der sehr unangenehmen Personen-Gruppe, die immer und auf Biegen oder Brechen Recht haben müssen, weil es ihrem schwachen Ego dient oder dienen soll.

Ich muss keine Menschen in meinem Freundeskreis – on- oder offline – haben, die vorn herum Süßholz raspeln, sich anbiedern oder Schleimspuren legen und hinten herum hetzen.

Ich muss keine politisch radikalen Menschen in meinem Freundeskreis haben, ebenso wenig welche, die nur ihre „Produkte“ per PN- oder Mail-“Beschuss“ anbieten wollen.

Die Frage, die sich mir immer wieder stellt, und der ich immer wieder von Zeit zu Zeit folge ist:

  • lebe ich noch nach meiner Essenz in dem Bereich Kommunikation und sozialer Netzwerke?

Und wenn nicht, dann bin ich aufgerufen zu handeln und all das zu „entsorgen“, was eben nicht meiner Essenz entspricht.

Negativität verbreitet sich leider genauso gut wie Lügen. Negativität und Manipulation haben eine größere „Schlagkraft“ als Positivität und Ehrlichkeit.

Personen, die genau damit „arbeiten“, nutzen also am liebsten soziale Netzwerke, um ihren Müll viral zu verteilen und das mit allen Mitteln.

Ich stelle mich diesem „Zeit-Geist“ immer wieder entgegen. Indem ich Position beziehe. Indem ich schreibe, mich äußere.

Und durch die Wiederaufnahme der Blog-Artikel auf meiner Webseite unterstreiche ich meine Positionierung.

Weil gerade Positionierung zu meiner ganz persönlichen Essenz gehört.

Schreibe einen Kommentar