Monat 5 // Covid

Ein sehr spannender Prozess – auch für mich. Oder schreibe ich besser…gerade für mich?

Mittlerweile…wir schreiben den 08.08.2020 – ich stehe ja auf solche synchronen Daten…und ich habe mich – wie hoffentlich die meisten wachen Menschen – durch die sog. Corona-Krise – entwickelt.

Wir stehen aktuell am totalen Scheidepunkt der Menschheitsgeschichte – gut so! Denn das Alte, das alte System muss und darf gerne crashen. So, wie es die letzten Jahre gelaufen ist, darf es nicht weitergehen.

Dieses alte System ist menschenverachtend – jenseits jeglicher Humanität. Jenseits jeglicher Achtsamkeit. Jenseits jeglichen Respekts für andere Meinungen, die unseren – und die sind ja immer wahr, gelle? – entsprechen.

Ich habe wirklich kontroversen Meinungsaustausch schon immer gemocht – und mag ihn noch immer.

Was in den Medien, den diversen Kommentarspalten abgeht, ist sehr weit davon entfernt, auch nur ein Ohr, einen Sinn oder zumindest eine Duldung zweiter, dritter, vierter Meinungen Raum zu geben.

Da gibt es die sog. Verschwörungstheoretiker…Aluhut voraus.

Da gibt es die sog. Obrigkeitshörigen…die alles kritiklos abnicken, was Drosten und Co. von sich geben.

Da gibt es die Q-Anon-Gruppe, die meint, das Weltenheil liegt in den Händen von Donald Trump.

Da gibt es die wachsende Menge, die die Schnauze einfach nur voll haben von den Daumenschrauben unseres täglichen Lebens, die mehr und mehr angezogen werden.

Und dann gibt es diejenigen, die beobachten und sich die Entwicklung ansehen.

Diejenigen, die in sich reinfühlen…und ihrer Intuition folgen.

Ich habe fast alle Stadien durch:

  • auch ich war am Anfang vorsichtig
  • auch ich habe der Q-Anon-Bewegung meine Aufmerksamkeit geschenkt und beobachtet

Mittlerweile halte ich schon gar nichts mehr von Obrigkeitshörigkeit – eh nie!

Mittlerweile halte ich die ganze Q-Bewegung auch für bullshit, denn sie fördert eine „Retter-Figur“, die unserer eigenen Autonomität in Gänze abträglich ist.

Wir brauchen weder eine Obrigkeitshörigkeit.

Wir brauchen auch keinen Trump, der uns vor Augen führen muss, was eigentlich eh klar ist.

Wir brauchen keine männlichen und weiblichen Retter.

Wir brauchen auch keine naive „ich-möchte-mich-gar-nicht-streiten-wir-haben-uns-doch-alle-lieb“- Mentalität.

Kontroversen brauchen nun mal auch „Streit“. Gesund daran wäre: wir hören die Meinung des Gegenübers, und betrachten es auch als solche.

Kontroversen können nur auf einer ebenbürtigen Ebene entstehen. Sie entstehen nicht auf „Flucht vor Disharmonie“ oder aus Kampflust (die meist eh unsere eigene und hausgemachte Grütze ist).

Kontroversen entstehen aus Respekt voreinander – Punkt.

Wenn ich die Abwertungen, Beleidungen und Beschimpfungen im Netz lese, was die Berlin-Demonstranten angeht, wird mir schlecht.

Ich kenne diese Form von „Umgang“ mit Andersdenkenden und -handelnden.

Ich kenne die – ja, narzisstisch geprägten Vorwürfe und moralischen Zeigefinger von – „wie kannst du nur/wie könnt ihr nur!“

Ich war in einer narzisstischen „Beziehung“. Ich kenne Narzissmus vom Elternhaus an. Und das durchzog immer die Blutspur von Vorwürfen, Anklage, Abwertung, der Erzeugung von Schuld und Scham, um andere Menschen klein zu halten, um sich „größer“ zu fühlen und eigene Minderwertigkeits-Komplexe zu kompensieren.

Wenn Du Dich gegen ein narzisstisches und ja, auch obrigkeitshöriges System mit den entsprechenden Menschen darin stellst, dann gehörst Du „abgestraft“. Du bist halt nicht „system-konform“. Also steht Dir auch kein Platz mehr in dieser Gesellschaft zu.

Wie ich nur immer wieder erwähnen kann und aus meiner Aufstellungs-Arbeit mehr als genug kenne:

  • des Menschen größte Angst ist die, aus einem Verbund, einem System ausgeschlossen zu werden

Also ordnen wir uns selbst in gewisse Systeme, Glaubensrichtungen, Meinungs-konformen Gruppen etc. ein. Damit wir dazugehören. Damit wir „mitreden“ können.

Wer in einer narzisstischen Beziehung war, wer sich in einer narzisstisch geprägten Eltern-Beziehung war…wer weiß, was es heißt, einem gewissen (narzisstischen) Druck ausgesetzt zu sein…wer sich völlig allein auf einem Schlachtfeld fühlt, wo sich eine wirklich gehässige Meute gegen einen verschworen zu haben scheint…der weiß auch sehr genau, wie überlebensnotwendig es ist, eine EIGENE POSITION zu beziehen, in die eigene Kraft und Positionierung zu kommen, die unverrückbar ist.

Derjenige weiß (hoffentlich), daß es nur zwei Wege gibt:

  • sich plattmachen lassen
  • sich erheben

Wir leben aktuell in einer Situation, in der die Daumenschrauben Stück für Stück mehr angezogen werden.

Und es ist die größte Aufgabe der Menschheit, sich genau aus diesen Daumenschrauben zu befreien!

Nein, Trump wird niemanden retten.

Nein, auch kein anderer Politiker wird uns retten.

Wie wäre es stattdessen, uns unsere Vater-Themen anzusehen?

Wir allein dürfen uns in dieser weltweiten (!!!) Situation immer wieder selbst fragen:

  • wie „rette“ ich mich selbst?
  • wo will ich mit meinem Leben in allen Variationen hin?
  • wie will ich überhaupt mein Leben gestalten?
  • welche Lektionen nehme ich aus der Covid-Zeit mit allen Konsequenzen mit?
  • wo darf ich aufräumen, ausmisten, aber auch revidieren, wachsen, transformieren?

Dabei kann Dir niemand helfen, und Dich oder gar die ganze Menschheit „retten“.

DU ALLEIN bist zuständig dafür, daß Du:

  • in Deine ureigene Klarheit kommst
  • in Deine ureigene Kraft kommst
  • Deine ureigene Stimme findest
  • Deine Position innerhalb all Deiner sozialen Netzwerke findest

Alles andere an Abhängigkeiten, Anbindungen etc., wo Du noch meinst, Du „brauchst“ das, um in o.g. Eigenschaften, Energien zu kommen, existiert in Deinem Kopf.

Vor allem aber existiert das in Deinem Herzen. In Deinen Wurzeln.

Schlicht und einfach in DIR und Deiner eigenen Geschichte!

Nutze diese Zeit – GERADE! diese Zeit – um aufzuräumen.

Um all das zu entsorgen, zu klären, was nicht mehr Deins ist.

Wenn Du meinst, Du musst noch immer auf irgendwelcher Retter, Heiler und Helfer setzen, weil Du auch noch immer meinst, Du „kannst das nicht allein“, dann darfst Du gern noch ein paar Runden um die Boje drehen 😉

Wir bekommen im Leben immer die Chance, alles zu unserem Besten zu wenden. Nutze sie!

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