Rückblick und warum meist Frauen den männlichen Narzissmus fördern

Drei Jahre später, gründliche Aufarbeitungszeit und Resümee sind mir diesen Artikel auf alle Fälle sehr wert!

Ausstieg

Viele Menschen verbinden mit dem Ausstieg oder dem Aussteigen sicher etwas anderes, sie denken meist daran, das Heimatland zu verlassen, um irgendwo neu anzufangen.

Ein kleines bisschen war es bei mir auch so.

Ich verließ Anfang April 2016 nach meiner Trennung meine Heimat in der Hoffnung, in Süd-Frankreich zunächst zur Ruhe zu kommen und danach eventuell dort unten Fuß fassen zu können.

Beides funktionierte so überhaupt nicht. Ich kam vom Regen über die Traufe in die dickste Scheisse meines Lebens und kehrte dann – um einige „Menschen-Erfahrungen“ von der Sorte, die kein Mensch braucht (es sei denn, das Universum hat ganz besondere Lernaufgaben für uns 😉 ) – Anfang Juli 2016 zurück.

Danach ging es weiter mit sog. Lernaufgaben – und zwar von der Sorte, über die ich heute nur noch herzhaft lachen kann, weil sie an Destruktivität und klassisch narzisstischen Verhalten kaum zu überbieten sind.

Ich begann nach meinem „Ausstieg“ und meiner Rückkehr gründlichst mit der Aufarbeitung aller meiner Beziehungen und den Mustern in meiner Familie, die mich genau in diese Situationen gebracht haben. Ja, ich habe meine Lernaufgaben von Anfang an gesehen, aber vieles im Rückblick erst verstanden.

Meine intensive Beschäftigung mit dem Thema Narzissmus bekam obendrauf nochmal reichlich Futter, und ich schrieb mir zum einen alles von der Seele (in zwei Blogs mit vielen Artikeln), zum anderen tauchte ich durch viel Lese- und Video-Stoff sehr tief in das Thema ein. Ich begab mich auf die Reise in die narzisstische Psyche, die zum einen sehr spannend war, aber für mich eine solche Absurdität darstellte, daß ich es aufgegeben habe, dieses Verhalten, diese Störung zu „verstehen“.

Denn sie ist nicht zu verstehen. Und ich habe auch nicht mehr den Anspruch, sie verstehen zu wollen. Für mich persönlich ist sie eine Krankheit mit massiven Folgen für die Angehörigen, und da diese Krankheit in den allermeisten Fällen mangels Einsicht nicht heilbar ist, halte ich es wie mit anderen unheilbaren Krankheiten, von denen ich „angesteckt“ werden könnte:

ich umfahre sie sehr großräumig und halte mich mit solchen Personen weder auf, noch lasse ich sie in mein Leben – Männer wie Frauen.

Allerdings haben mich diese Erfahrungen, meine Forschungen zum Thema, sehr weit über das Thema hinaus, vor allem eines gelehrt:

– diese Menschen haben eine besondere Aura (im negativen Sinn), für mich als „Nasen-Menschen“ einen besonderen Geruch und als Fotografin einen ganz bestimmten Ausdruck in ihren Augen. Und all das erkenne ich jetzt sehr schnell und suche direkt das Weite.

Erfahrungen „durfte“ ich mit VertreterInnen beiden Geschlechts machen und das mehr als einmal.

Dennoch ziehe ich heute mein Resümee auf die weibliche Förderung des männlichen Narzissmus.

Frauen fallen meist auf die Schmeicheleien dieser „Gattung“ herein; sie „glauben“ dem, was der narzisstische „Partner“ ihnen vorgaukelt. Sie halten diesen Menschen hoch – auch vor anderen – weil er sie in ihren Träumen, Wünschen und Sehnsüchten abholt. Nur wird es diese Zukunft – egal, in welchen Farben, Formen und Gestalt – niemals geben. Das Schmeicheln und Abholen, das vermittelte Gefühl des sog. Seelen-Partners, des sog. Gleichgesinnten oder ja so „ähnlich Seienden“ sind einfach nur Lügen und ein billiger Köder.

Ich gehe jetzt nicht explizit auf alle narzisstischen Fallgruben, Köder und Angelhaken ein – es sind einfach zu viele und diese gut erprobt – meist über Jahrzehnte.

Wichtig aber zu wissen ist: nichts am Narzissten ist echt, authentisch – bis auf seine Manipulationen und sein chamäleonhaftes Wesen, das keine eigene Substanz hat, sich demzufolge die Substanz anderer (also seiner Partnerinnen) zu eigen machen muss, um überhaupt ein Fünkchen Substanz zu haben.

Passt diese Substanz nicht (mehr), geht die sehr berechnende Manipulation nicht auf, wird die auserwählte „Substanz“ entsorgt und das meist schleichend. Es wird meist lange im Vorfeld nach meist weiblichen „Begleiterinnen“ und „Unterstützerinnen“, sprich Flying Monkeys Ausschau gehalten, es wird möglichst viel trianguliert , auch sog. fremd gegangen und vor allem ganz viel Lügen Durchzogenes über die Partnerin erzählt, um sich die nötige neue Zufuhr des Mit-Leids zu besorgen…der „arme Kerl“.

Du wirst als (Noch-)Partnerin diesen Prozess nicht aufhalten können. Du wirst vielleicht – wie ich – erst ein, zwei Jahre später davon erfahren, daß noch während der sog. Beziehung genau diese Manipulationen anderer abgelaufen sind. Das betrübt, zeigt aber deutlich das Miese in diesen narzisstischen Verhaltensweisen und vor allem das Armselige, das Substanzlose.

Die Frauen, die sich als sog. Flying Monkeys benutzen lassen, haben meist selbst ein großes Thema mit nicht vorhandener Selbstsicherheit, gewisser Bildung, der Fähigkeit zur Reflektion und einer gewissen Reife, die sich auf solche „Spielchen“ nicht einläßt und sich nicht drehen lässt wie das sprichtwörtliche Fähnchen im Wind.

Frauen, die sich davon einlullen und einwickeln lassen, anstatt zu hinterfragen, kannst Du getrost hinter Dir lassen. Die eigenen Themen dieser Frauen sind u.a.:

  • ein eigenes Thema mit einer schwachen, ungeliebten oder selbst narzisstischen oder anderweitig gestörten Mutter plus null Aufarbeitung an der Stelle
  • die vermeintliche „Notwendigkeit“, gerade die Söhne (aber durchaus auch die Töchter) zu sog. Mutter-Söhnchen (oder „Prinzessinnen) zu erziehen und vor der „bösen Welt“ schützen zu müssen, sie aber durch jedwede Manipulation, dem Vorziehen z.B. vor einer Tochter (insofern vorhanden) und anderen „narzisstischen Erhöhungen“ und „Thronfolgen“ (den Sohn z.B. zum Ersatz-Partner für einen nicht präsenten Ehemann und Kindesvater zu machen) automatisch zum Narzissten zu erziehen
  • dem Hochjubeln von Männern generell und das eher Abwerten von Frauen (wenn auch unbewusst oder durch gewisse „Freundschaften“ mit Frauen, die einfach nur nützlich sind, aber niemals eine wirkliche Tiefe aufweisen. Manche sog. Frauen-Freundschaften halten einfach nur, weil sie gemeinsame Feindbilder oder ähnliche Kosmetik-Tips haben 😉
  • eigene und elementare Schwäche in der Weiblichkeit und/oder den weiblichen Wurzeln. Für mich ist das in Aufstellungen immer wunderbar zu sehen. Die Töchter suchen die Kraft beim – wie auch immer nicht präsenten Vater – und vergöttern ihn. Und genau diese verblendete Vergötterung mit allen auch o.g. Verhaltensweisen lässt sie dann perfekt in die Rolle des weiblichen Flying Monkeys gehen oder ihre eigenen Söhne zum „Prinzen“ zu machen
  • das eigene Mutterbild ist selten reflektiert; für sie ist der Sohn (fast) fehlerfrei und bleibt in ihren Augen meist immer das kleine Hascherl. Diese Sicht übertragen sie dann auf narzisstische Männer und bestätigen den Narzissmus damit 1:1
  • die eigene Sicht auf Männer ist total verblendet. Abgeleitet vom Klein-Mädchen- oder „Prinzessinnen“-Traum (selbst hinter harter Schale) suchen diese Frauen den sog. Starken Mann einerseits. Andererseits aber sind sie einem authentischen Mann gar nicht gewachsen und verfallen u.U. in eine regelrechte Hysterie oder die von mir benannte „Pfötchen-Stellung“…gefühltes Alter dieser Frauen: 6-12
  • durch die nicht vorhandene Reife bewegen sich sowohl narzisstische Männer, aber auch ihre weiblichen „Fans“ immer im Stadium der sehr frühen Vor- bis Regel-Pubertät mit einer Grundwut (meist unbewusst auf BEIDE Elternteile, nämlich der oftmals sehr bedürftigen und/oder dominanten, aber auch abwesenden Mutter, aber auch auf den nicht präsenten Vater, die aber kaum bis nicht aushaltbar und daher nicht reflektiert wird aus einer Verlust-Angst heraus, auch noch DIESES heilige Bild zu verlieren) und der gleichzeitigen antrainierten Fähigkeit, das sog. Beste aus ihrem zutiefsten inneren Mangel durch früh gelernte Manipulation rauszuholen.

Fakt ist heute für mich persönlich nach eigenem Erleben und stringenter Aufarbeitung dieser Thematik:

viele meiner sog. Geschlechtsgenossinnen fördern genau diesen männlichen Narzissmus durch unter anderem oben genannten unreflektierten Sicht- und Verhaltensweisen.

In der eigenen Not der nie verheilten Wunde des nicht präsenten Vaters und dem verlorenen Kampf gegen die Mutter (Konkurrenz!) bleiben diese Frauen schlussendlich beim narzisstischen Mann „hängen“ und verteidigen diesen noch, weil sie (unbewusst) diesen Kampf und das Ringen um die Anerkennung des Vaters, seiner Präsenz immer und immer wieder verlieren. Sie wiederholen dieses Verhalten oftmals ihr Leben lang in Kompensation mit narzisstischen Partnern oder als Flying Monkey narzisstisch gestörter Männer, anstatt sich sich selbst und den eigenen Wunden, der eigenen zutiefsten Verletzung und ihrer eigenen narzisstischen WUNDE niemals zuwenden zu müssen.

Mir geht es hier nicht um sog. Schuldzuweisung.

Mir geht es um meine eigene und in der Tiefe erfahrene und erforschte Sicht auf die Thematik.

Diese musst Du nicht teilen.

Aber Du darfst – wenn Du mit solchen Männern – desöfteren in Deinem Leben zu tun hattest…

…oder selbst so eine Frau bist, die eine Männer-Pleaserin ist…oder die all die ungelösten Themen ihrer eigenen Weiblichkeit in sich trägt…oder oder oder…gerne meine Sätze wirken lassen und dann in Dich hineinspüren, an welcher Stelle oder an welchen Stellen DU genau Dich selbst wiederfindest.

Wenn Du Begleitung in dieser Thematik wünscht, kontaktiere mich sehr gern unter meiner E-Mail-Adresse:

  • energiearbeit(ät)mahamati.de

Danke für Dein Vertrauen!

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