Und dann war da noch dieses Resonanz-Gesetz

Über das Resonanz-Gesetz streiten sich wohl immer wieder die Geister ;).

Die einen schwören drauf, die anderen nicht.

Ich glaube, daß es einfach oft nicht richtig verstanden wird.

Wenn bestimmte Menschen, Ereignisse, sog. Hindernisse etc. immer wieder in unserem Leben auftauchen, haben wir damit zu tun – Punkt.

Und wir bekommen diese Lektion solange vor die Nase gesetzt, sprich in unser Leben, bis wir diese Lektion gelernt haben. Erst dann werden sich die Umstände, Vorzeichen etc. in unserem Leben verändern, bzw. nicht mehr auftauchen.

Was wohl viele oder gar die meisten Menschen meiner Erfahrung nach unter diesem Gesetz verstehen:

  • das, was der andere Mensch, die Situation, das sog. Hindernis etc. Dir zeigt, ist auch in Dir

Und das stimmt meines Erachtens nach so nicht.

Haben wir es also z.B. immer wieder mit Menschen in unserem Umfeld zu tun, die schlichtweg toxisch, negativ oder destruktiv sind, heißt das nicht zwingend:

– auch wir sind toxisch, negativ oder destruktiv

Das scheint aber immernoch an vielen Stellen so in den Köpfen herumzuspuken.

Was genau diese Ansicht, diese Haltung zum sog. Resonanz-Gesetz mit uns macht:

– wir hinterfragen uns massiv

– wir gehen u.U. sogar in Schuld- und Schamgefühle

– wir suchen Eigenschaften in uns, die gar nicht vorhanden sind

– wir blockieren uns selbst, weil wir UNSEREM Bild dem Resonanz-Gesetz gegenüber entsprechen WOLLEN

 

Was ist das sogenannte Resonanz-Gesetz für mich?

Heute und nach meinem eigenen „verkehrten“ Bild dazu, nach vielen Erfahrungen mit diesem Gesetz habe ich eine komplett andere Haltung dazu, die mir auch sehr viel stimmiger erscheint.

Außerdem verursacht sie weder Scham, noch Schuldgefühle in mir, schon gar nicht blockiert mich diese Haltung, sondern läßt mich stetig wachsen.

Nehmen wir an, in unserem Arbeitsumfeld gibt es einen cholerischen Chef.

Heißt das automatisch und aufgrund der üblichen Resonanz-Theorie, daß auch wir einen cholerischen Anteil in uns haben? Das KANN sein, ist es aber meist eher nicht.

Ich hatte mit einigen leicht bis sehr cholerischen Menschen zu tun, als Vorgesetzte, aber auch als Partner.

Die Cholerik kenne ich auch aus meiner Familie.

Wer mit Cholerikern zu tun hatte (w/m), der weiß, wie äußerst unangenehm diese Brüllaffen sind, und was sie bei anderen Menschen auslösen können:

– Wut

– Unverständnis

– Rückzug

– Scham und Schuld

Und das auch verständlicherweise, denn Choleriker sind ja genau aus diesen Gründen in sich selbst gefangen und können sich nur darüber Luft verschaffen, indem sie ihre eigenen „schlechten“ Gefühle auf andere Menschen projizieren.

Du kannst Dich also bis zum Sankt Nimmerleinstag fragen, wo Du selbst diese Gefühle in Dir trägst.

Oder Du kannst Dich einfach mal fragen: wofür Du diese Negativität, die solche Menschen in SICH SELBST tragen, noch brauchst.

Das Universum, Gott oder einfach das Leben schickt uns solche Menschen nicht, um uns zu ärgern oder damit wir uns selbst mit der Frage malträtieren, wo wir selbst cholerische Anteile in uns haben. Im dauernden Umgang mit Cholerikern KÖNNEN wir selbst irgendwann wütend werden, das ist richtig. Aber sind wir deshalb selbst Choleriker? NEIN!

Hier gilt es, ganz genau zu differenzieren, sich nicht in die Schleife der o.g. Gefühle zu begeben und sich damit mit dem Choleriker, der Cholerikerin zu IDENTIFIZIEREN! Sondern sich von diesen Menschen zu lösen, das gemeinsame Umfeld zu verlassen, Abschied zu nehmen von dieser Negativität.

Ein anderes Beispiel:

Du bist immer wieder in Partnerschaften, die Dir nicht gut tun. In denen Du belogen und betrogen wirst, in denen Du Verrat erfährst. Das können auch Freundschaften sein.

Heißt das dann automatisch und im handelsüblichen Verständnis des Resonanz-Gesetzes, daß auch Du lügst und betrügst? Daß auch Du den anderen verrätst?

Ich bin selbst so dermaßen auf Spurensuche bis zum Umfallen in mir selbst gegangen, und ja…ich habe MICH selbst verraten.

Heute kann ich ein ganzes Stück weitergehen und -denken:

ich habe mich selbst verraten, weil ich mich NICHT oder nur schwer von solchen Menschen lösen konnte. Weil ich sie „gebraucht“ habe, um solche Energien in meinem Leben nicht mehr zuzulassen. Weil ich meine Ehrlichkeit gegenüber mir selbst, mein Selbstvertrauen und meine Selbst-Liebe trainieren durfte.

Das dauerte…lange Jahre. Ich hatte solche „Freunde“, ich hatte solche „Partner“. Meine letzten beiden „Arsch-Engel“ haben alles bis dato Erlebte um Längen getoppt, das ging bis ins kriminelle Verhalten. Dazu wurden noch reichlich Menschen in all das reingezogen. Auch Menschen, mit denen ich mal befreundet war, die sich bei mir über ihre eigenen Probleme und Problemchen ausgekotzt haben, und das nicht nur einmal. Und auch diese Menschen haben (mich) verraten. Sehr lehrreich!

Was mich blockiert hat, war mein vorheriges Verständnis:

– ich habe damit zu tun, weil ich diese Anteile selbst in mir habe

Und damit hatte die Projektion dieser Personen ihr Ziel erreicht:

– Schuld, Scham, Lähmung

Bis ich angefangen habe, das ganze Thema über alle „Beziehungen“ und „Freundschaften“ hinweg mit dem Skalpell zu sezieren und damit auch die Schuld, Scham und Lähmung Stück für Stück meinem sehr gewachsenen Selbstvertrauen und meiner Selbst-Liebe, meinem Selbst-Bewusstsein wichen.

Ich habe mir meine Anteile angesehen, nämlich genau die alten und anerzogenen Muster von Schuld und Scham.

Und dann bekam die Aussage der Resonanz eine völlig neue und klarere, eine richtige Bedeutung:

– ich musste all das erleben, das bis auf die Spitze der Destruktivität getriebene, damit ich begriff, daß solche Menschen mit ihren Energien nicht mehr in mein Leben gehören und ich das RECHT habe, mich radikal davon zu lösen, ohne deren Verhalten noch in jedweder Form verstehen zu müssen oder gar zu entschuldigen. Menschen, die mit viel Scham und Schuld erzogen wurden, neigen besonders dazu, den anderen noch verstehen zu wollen.

Und je öfter wir das noch tun, umso mehr bekommen wir solche Energien in Form von entsprechenden Personen in unserem Leben „serviert“.

Ein drittes Beispiel:

Eifersucht in Beziehungen und Freundschaften

Eifersucht hat in diesen mal so überhaupt nichts zu suchen, aber sie passiert.

Wenn Du also immer wieder mit eifersüchtigen Partnern, Partnerinnen, Freunden zu tun hast, dann kannst Du Dich natürlich fragen:

  • an welchen Stellen bin ich selbst eifersüchtig oder leide unter Verlust-Angst und/oder Minderwertigkeitsgefühlen und muss deshalb den Anderen, die Andere kontrollieren (denn genau darum geht es bei der Eifersucht)

Ich bezweifle jedoch, daß Dich diese Frage – genau wie die anderen in der Form – weiterbringen.

Frage Dich stattdessen lieber:

– wo hat sich eine Einengung durch einen Partner (m/w), einen Freund (m/w) schon längst überholt, und

– warum lässt Du Dich noch immer in Deiner Freiheit einschränken?

Wozu also brauchst Du solche Menschen, eine solche Energie in Deinem Leben noch?

Um einzusehen und zu gestalten, daß DU FREI bist in Deinen Entscheidungen, mit wem DU DEINE Zeit verbringen möchtest, DEINE Interessen teilen möchtest und Dich vor allem nicht mehr zu rechtfertigen hast, WARUM Du das tust.

Ich hoffe, ich konnte Dir meine Gedanken zum Thema Resonanz-Gesetz rüberbringen und Dir diesen – oft falsch verstandenen Begriff – ein wenig „zurechtrücken“, damit Du anders mit den Energien in Form von Menschen, Umfeldern oder Ereignissen umgehen kannst.

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