Warum „Katzenbildchen“ und „nichts sagen“ in dieser Zeit keine Optionen mehr sind. (draufhauen aber auch nicht!)

Ich schätze meinen Freundeskreis – meinen privaten, und auch den Online-Kreis.

Ich schätze gute Verbindungen. Vor allem aber schätze ich Menschen, die transparent sind, die sich äußern. Die ihre Meinung vertreten – und zwar ihre eigene Meinung. Nicht die, die von außen in „Katzenbildchen-Form“ (Synonym für…“ich sag´s in memes 😉 ).

Klar, kann man(n)/frau machen. Mache ich auch. Aber ich habe mir längst angewöhnt, meine eigene Meinung klar zu sagen und ebenso klar zu vertreten. „Katzenbildchen“ haben einen netten Effekt, aber wie wir alle wissen, ist nett die kleine Schwester von…“ich trau´mich nicht, meine Meinung zu sagen, könnte Ärger geben.“ Oder: „Ach…das überlasse ich anderen, die mehr Ahnung haben als ich.“ Oder: „Also…diese ganzen politischen Dinge…das überlasse ich lieber den Männern.“ Oder oder oder.

Sicher gibt es Zusammenhänge, da braucht es eine gewisse Form von „Diplomatie“ oder schweigen an den RICHTIGEN Stellen. Aber die Grundhaltung sollte vorhanden sein; eine Grundhaltung, Stellung zu beziehen und Position. Und nicht weiter einfach stumpf „Katzenbildchen“ zu posten – gerade in dieser Zeit nicht!

Ich kann sogar verstehen, wenn Menschen Angst haben, ihre Meinung zu äußern, weil ihnen sonst gewisse Repressalien drohen.

Dennoch gilt es gerade jetzt – auch im öffentlichen Raum – eine Meinung zu vertreten, sich zu positionieren.

Damit meine ich allerdings NICHT diese unsägliche Art, andere direkt und diffamierend anzugreifen, schon gar nicht persönlich! Das zeugt von eher von einer „unterbelichteten Festplatte“, von mangelnder Reflektionsfähigkeit und eigenen und persönlichen Ressentiments im Umgang mit Menschen allgemein, und vor allem im Umgang mit anderen Meinungen.

Das ist natürlich erstmal meine persönliche Meinung. Ich habe lernen dürfen, meine Meinung zu sagen, für meine Meinung einzustehen.

Da ich in einem Haushalt aufwuchs, in dem das eher nicht gern gesehen, bzw. auch hart sanktioniert wurde, war ich schon als Kind in der ständigen Diskrepanz: meine Meinung sagen und auf die Nuss bekommen oder Klappe halten und Wut bekommen, Frustration zu erleben.

Ich durfte mich daraus befreien – auf die harte Tour.

Und es tut auch dem gesamten Umfeld gut, klar, transparent und positioniert seine Meinung zu sagen oder zu schreiben. Ich werde für meine Klarheit sehr geschätzt – sowohl privat als auch beruflich. Und ja, auch, wenn das gewissen Menschen nicht in den Kram passt ;).

Ich nehme mal als Beispiel das Thema Network-Marketing, in dem ich selbst mit sehr hochwertigen Produkten unterwegs bin.

Schon ziemlich früh habe ich sehr wohl begriffen, wie die Hasen da laufen, und daß es ein mehr oder weniger ungeschriebenes Gesetz ist, sich NICHT zu den Themen Politik, Sex und Religion zu äußern.

Überhaupt…wenig bis nichts sog. Privates…das könnte ja meiner Quote schaden.

Nein. Nichts für mich. Ich brauche Transparenz im Umgang mit Menschen.

Und ich zeige mich genau auch deswegen sehr transparent – natürlich bis zu meiner eigenen persönlichen (intimen) Grenze.

Wenn Menschen – auch in diesen Kreisen – wenig bis nichts von sich persönlich preisgeben, nur, damit sich ihre Produkte verkaufen – egal welche – der ist für mich persönlich „schräg“. Was soll die Geheimnis-Krämerei? Ich kaufe nichts „an der Tür“, wenn ich nicht weiß, was sich hinter dieser Tür befindet.

Deshalb bin ich – unter anderem – auch nie näher in dieser Thematik und in dieser „Blase“ tätig geworden. Es erschien mir einfach zu verlogen, zu undurchsichtig, zu „falsch“. Vor allem mag ich es überhaupt nicht, wenn Menschen nur „angelockt“ werden, um sein Eigenes (was auch immer) entweder loszuwerden oder zu proklamieren.

Vom kleinen Ausflug zurück in das globale Ganze.

Ich habe es bisher an bestimmten Stellen auch so gehalten, daß ich auf gewisse Themen nicht mehr „angesprungen“ bin, da sehr viele (Medien-) Inhalte pure Manipulation sind.

Im Zuge von Covid mit allem Drum und Dran kann ich mich aber nicht mehr „raushalten“, weil…“ich diese Energien nicht bedienen will“.

Manchmal geht mir diese Eso-Grütze einfach zu weit…obwohl ich sehr gern mit manchen Werkzeugen arbeite aus dem Bereich. Aber bitte mit Bodenstand!

Es ist dringend dran – und zwar für ALLE – eindeutig Position zu beziehen!

Business-Poster

Ja, ich verstehe, wenn Du für Dein Business einstehst, es bewirbst, Dich dafür stark machst. Es ist kein fail, wenn Du es tust.

ABER: auch hier kann ich Menschen nicht mehr wirklich ernst nehmen, die keine Meinung einnehmen, sich nicht auch politisch positionieren, weil sich nur und alles um ihr Business dreht; die Menschen im umliegenden Kreis danach ausgewählt werden, die Kontakte, die „Zuwendung“ nur noch an die erfolgt, die fleißig „liken“ und die Beiträge durch teilen supporten.

Da frage ich mich doch das eine oder andere Mal: weißt Du, was aus Deinem Business wird, wenn diese Entwicklung hier so weitergeht? Weißt Du, ob sich Menschen Dein Business – welches auch immer – irgendwann überhaupt noch leisten können, Dich bezahlen können?

DAS wäre weiter gedacht. DAS wäre globaler gedacht. DAS wäre jenseits der alten Denke von: „Ich, ich, ich…“ und dann erstmal nichts.

Da ich selbst als Dienstleisterin unterwegs war, weiß ich, wie wichtig es ist, Menschen mit einzubeziehen – und zwar nicht nur, wenn ich ihnen mein Produkt verticken will. Das ist zum Beispiel nur eine und schon gar nicht meine „Spiel-Art“ des sog. Verkaufens, was sich meiner Einschätzung nach und in dieser Entwicklung hoffentlich eh bald erledigen wird.

Es geht um Transparenz. Es geht um Wahrhaftigkeit. Es geht um Authentizität. Was lebst Du anderen vor?

Es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen Selbstfürsorge und egomanem Narzissmus. WAS also willst Du den Menschen gerade jetzt beibringen, wo wir die einmalige Chance haben, das riesige Ruder in Gemeinschaft zu wenden?

Wer jetzt noch immer meint – egal, in welchem Bereich – das Alte müsse doch bitte wieder hergestellt werden – der hat etwas ganz Wichtiges nicht begriffen. Es geht nicht mehr um „Dich“ oder um „mich“ oder um Umsatz, Gewinne, Likes etc.

Wir gehen ins Wassermann-Zeitalter.

Und im Wassermann-Zeitalter geht es vor allem um die Gestaltung von wirklich wertschätzenden Teams, von einer Toleranz anderen gegenüber, was ihre Meinungen angeht. Von gemeinsamer Gestaltung und Durchführung – egal, in welchem Bereich.

Nein, es geht nicht mehr nur um „Katzenbildchen“. Es geht auch nicht mehr darum, lieber den „Mund zu halten“ oder sich rauszuwinden aus einer klaren Positionierung. Es geht vor allem nicht mehr darum, die Augen zu verschließen und zu meinen…“wir haben uns doch alle lieb…wenn ich (wie ein zweijähriges Kind) mir die Augen nur lange genug zuhalte, dann ist alles wieder wie…früher.

„Früher“ ist vorbei. „Früher“ ist erledigt.

Jetzt ist die Zeit, die Zukunft für uns alle zu gestalten.

WAS genau trägst DU dazu bei, diese Gestaltung im möglichst nachhaltigen und mehrwertigen Sinne zu fördern?

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