Was haben wir im Leben anderer zu suchen? Vom sehr gesunden Egoismus und der Fokussierung auf unser Leben und unsere Prioritäten

„Die beste Art und Weise, sich selbst auf ganzer Ebene zu blockieren, ist eine ständige Untermiete im Leben anderer.“ – Pantha Mahamati

 

Was haben wir im Leben anderer zu suchen?

Warum machen wir das Leben anderer zu unserer eigenen Steilvorlage?

Warum sind wir freiwillig bereit, uns immer wieder oder am laufenden Band zum ständigen Untermieter im Leben anderer Menschen zu machen?

Darauf gibt es viele Antworten.

Die wohl naheliegendsten sind:

– unser eigenes Leben bietet so wenig Abwechslung und soviel Langeweile, daß wir lieber unsere Nase ständig ins Leben anderer stecken müssen

– wir sind so sehr darauf bedacht, unser eigenes Leben lieber zugunsten einer permanenten Aufmerksamkeit auf andere Leben zu richten

– wir sind im schlimmsten und im Grunde selbstzerstörerischsten Fall darauf erpicht, andere Menschen zu kontrollieren und/oder Intrigen zu produzieren

– wir verwenden unsere ganze Energie darauf , überall dabei zu sein und mitzumischen, anstatt diese Energie in unsere eigene Kreativität und unser Vorankommen zu investieren

 

Das Einmischen ins Leben anderer – wie auch immer – ist unangemessen bis übergriffig.

Wir haben im Leben anderer nichts zu suchen – Punkt!

Mich interessieren die Leben anderer Menschen nicht. Es sei denn, ich bin persönlich beteiligt, betroffen oder habe die „Befugnis“, werde gefragt.

Ich kann und mag ich gern inspirieren lassen – aber nicht mehr!

Wenn es um meine Kinder, meine engsten Freunde oder Menschen geht, die mich für eine Beratung aufsuchen, dann bin ich persönlich betroffen und involviert.

Bin ich das nicht, dann geht mich das Leben anderer nichts an.

Dazu kommt eben, wie oben genannt, die erhebliche Tatsache, daß mich diese Verhaltensweisen auf jeden Fall in meiner Energie massiv beeinflussen, mich blockieren und an jeglichem Voranschreiten in meiner eigenen Entwicklung massiv hemmen.

Und es macht sehr den Anschein, als ob viele Menschen genau das wollen:

– nämlich stehenbleiben

– sich nicht weiterentwickeln

– ihren eigenen Frust permanent kompensieren

– Unmut, Intrigen anzetteln oder vorantreiben, unterstützen müssen, damit sie ihre eigene innere Leere nicht spüren

Menschen, die immer und immer wieder im Leben anderer sind, anstatt in ihrem eigenen Leben, verlieren immer und immer wieder den Fokus auf sich selbst.

Mir sind mein eigener Fokus, meine eigene Lebensgestaltung, meine Interessen und meine Prioritäten im Leben so dermaßen wichtig, daß ich gar keine Zeit , vor allem aber keine Lust habe, mich um das Leben anderer zu kümmern.

Es lenkt mich ab, es macht mir z.T. komische Gefühle, die ich überhaupt nicht haben will. Ich mache mir Gedanken, die ich in keinster Weise denken will. Ich verballere meine Energie, die ich für mich und meine Fokussierung brauche.

Es geht schlussendlich immer um unsere Essenz.

Was wollen wir wie und mit welchen Mitteln in unserem Leben erreichen?

Welche Prioritäten haben wir?

Unsere eigene Agenda zählt und nicht die anderer Menschen.

Unsere eigenen Prioritäten zählen, und nicht die anderer Menschen.

 

Wenn wir die Entscheidung getroffen haben, treffen, uns NICHT (mehr) in das Leben anderer einzumischen oder nicht mehr den Haupt-Fokus auf das Leben anderer richten, können wir unsere Kraft bündeln und das sehr zielgerichtet.

Wenn wir die Entscheidung getroffen haben, nur und auschließlich bei uns zu bleiben, uns selbst auf unserer Spur halten, uns nicht (mehr) dem täglichen gossip anderer „hingeben“, dann sind wir die Kapitäne unseres Lebensschiffs und nicht „die anderen“.

Wenn wir die Entscheidung getroffen haben, unsere eigenen Wünsche, Ziele und Wege nur und ausschließlich unter unsere EIGENE Regie zu stellen, dann sind wir in unserer Kraft und das sehr zentriert, ohne Stress, ohne Anspannung.

Wenn DU selbst der Chef, die Chefin Deines eigenen Lebens sein willst, dann geh´weg vom Leben anderer! Du hast darin nichts zu suchen!

Und denke immer daran:

“Remember that if you don’t prioritize your life someone else will.” – Greg McKeown

Art: Pantha Mahamati // Heike Zanini

 

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